Die Präposition «auf»
| Die Präposition auf
kommt bei vielen
zweiteiligen Verben als Nachverb vor: stehe
... auf, passe ... auf Die Präposition auf ist eine Wechselpräposition: |
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Bild Regiert den Akkusativ |
Bild Regiert den Dativ |
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| Ihr
anthropologisches Anschauungszentrum ist die offene
(Arbeits-)Hand -- wenn die Hand auf
ist. Sie drückt eine Bereitschaft oder Bereitstellung
für Handlungszwecke aus. Ihre Bedeutung beinhaltet Zugänglichkeit, Im elementar-leiblichen Sinne ist die Zugänglichkeit, zu der die Präposition auf anweist, prototypisch als «Handlichkeit» zu verstehen, das heißt als Position, die für die (Arbeits-)Hand am günstigsten ist: |
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ich übertrage die Skizze auf
das Millimeterpapier |
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| Die beiden
Beispiele zeigen, daß es für die Bedeutung der
Präposition auf keinen relevanten Unterschied ausmacht,
ob die Zugänglichkeit besteht (Dativ) oder hergestellt
wird (Akkusativ). Die Präposition auf wird gerne im Kontext von (Arbeits-)Flächen gebraucht. Dabei ist es für ihren Gebrauch gleichgültig, ob sich die Fläche in waagrechter Position befindet oder in irgendeiner anderen handlichen Position, die für eine Tätigkeit gut zugänglich ist. Auf heißt also nicht notwendig «oben auf». |
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die Skulptur auf dem Sockel die Farben auf dem Wandbild die Figuren auf dem Deckenfresko |
= oben auf = seitlich auf = unten auf |
| Weitere (Arbeits-)Flächen: | |
auf dem Pult auf der Kreditkarte auf der Straße auf dem Markt auf der Welt |
auf dem Teller auf dem Türschild auf dem Platz auf dem Lande Redensart: das liegt auf der Hand (= ist offensichtlich) |
Da es bei der Präposition auf grundsätzlich um einen Zusammenhang des tätigen Handelns geht, wird diese Präposition besonders gern mit Bezug auf sozial definierte Tätigkeitsfelder gebraucht, zu denen jemand Zugang hat. |
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die Jäger gehen auf die Jagd Schüler sind auf der Wanderung / auf dem Ausflug Verwandte gehen auf Reisen / sind auf Besuch bei wann gehst du wieder auf Arbeit (umgangssprachlich) |
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Institutionen können als rechtlich verfestigte Tätigkeitsfelder aufgefaßt werden. Sie machen ihre Dienste zugänglich und ermöglichen auf diese Weise ein geregeltes Handeln. |
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er geht noch auf die Schule sie kauft Briefmarken auf der Post der Ausländer muß sich auf dem Einwohnermeldeamt anmelden einen Urlaubsantrag muß man immer auf dem Dienstweg stellen |
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Der Sprachgebrauch rechtfertigt es, die Präposition auf in besonderem Maße eine Präposition des Sozialverhaltens zu nennen. So gebraucht man bei der Zugehörigkeit zu Institutionen oft die Präposition auf, bei räumlichen Angaben zu Innenräumen von Gebäuden hingegen in. |
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Gebäude |
ich bin schon seit zwei Semestern auf der Universität |
ich warte schon seit zwei Uhr in der Universität auf Sie |
Kommunikative und argumentative Tätigkeiten eignen sich ebenfalls gut für den Gebrauch der «sozialen» Präposition auf. |
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wann antwortest du endlich auf meinen Brief bist du noch immer böse auf mich verlaß dich nicht auf andere ich warte auf dich wir verständigen uns auf deutsch verlassen Sie sich auf mein Wort ich sage Ihnen das auf Ehre und Gewissen das ist eine Abmachung auf Treu und Glauben |
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Auch im zeitlichen Kontext hat die Präposition auf ihren Platz, sofern es sich um eine zeitliche Zugänglichkeit (ein zeitliches Sozialfeld) handelt: |
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also auf morgen wir bleiben auf ein Jahr zusammen, aber wohl icht auf immer wir versuchen es noch einmal aufs neue miteinander also dann: auf Wiedersehen |
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| Der Handschlag beim Abschied und Wiedersehen nekräftigt hier noch einmal den Zusammenhang mit der offenen Hand als der leiblichen Basis dieser Präpositional-Bedeutung. | |